Die Umstellung - vom Hercules Ravenna zum Canyon Aeroad

von Constanze Schmidt

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Bevor ich das Canyon Aeroad CF SLX erhielt, fuhr ich mit meinem Hercules Ravenna, das mir mein Vater vor einigen Jahren zum Einstieg in den Radsport schenkte, durch Bielefeld. Mit diesem Retro-Renner - Baujahr 1989, der älter ist als ich , radelte ich zur Uni, erledigte Einkäufe und machte am Wochenende auch mal eine schöne Tour. Damit sollte ich mich bald jedoch nicht mehr zufrieden geben. Noch an den alten Stahlrahmen des Oldtimer-Rennrads gewöhnt, war ich in den Anfängen teilweise ziemlich wackelig auf dem federleichten Canyon, das mich mehr an ein Flugzeug als an ein Fahrrad erinnerte. Plötzlich war kein Widerstand mehr beim Fahren zu spüren. Ich merkte den Wind viel stärker, da das Canyon viel leichter war. Und auch der Untergrund fühlte sich plötzlich viel gedämpfter an, weil die Zipp-Laufräder mehr Stöße absorbierten. Auch wenn ich auf dem vorderen Kettenblatt schaltete, ließ mich das elektronische Surren glauben, dass ich auf einer Mondrakete - aber nicht doch auf einem Fahrrad- saß. Ich muss schon sagen, der Respekt vor dieser Sportmaschine, die meinem Ravenna wirklich in keinem Punkt bis auf den zwei Rädern glich, war enorm. Einige Ausfahrten später wich der Respekt dem Spaß, den ich so noch nie beim Radfahren empfunden habe. Und mit dem Spaß kommt nun auch zusehends die Sicherheit.
Unser Teamchef Jörg Ludewig sagte uns im Trainingslager:"Ihr müsst lernen der Pilot von diesem Bike zu werden, und nicht der Passagier. Nicht das Rad lenkt euch, sondern IHR lenkt das Rad." Diese Aussage nehme ich mir zu Herzen. Von Fahrt zu Fahrt werde ich immer mehr der Pilot dieses Flugzeugs.

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