Team Katusha Alpecin bei der Tour de France 2017

fahrer_tour-aufgebot

Team Katusha Alpecin tritt mit drei Debütanten bei der Tour de France an. Neben den 23 Jahre alten Rick Zabel und Nils Politt bestreitet auch der Niederländer Maurits Lammertink (26) seine erste Frankreich-Rundfahrt. „Mit dieser Nominierung honorieren wir ihre Leistungen, ihren Einsatz, aber auch ihre Loyalität“, sagt der Sportliche Leiter des Teams Torsten Schmidt. Was ihn persönlich besonders freut ist der Umstand, dass zwei junge Deutsche bei ihrer Tour-Premiere in Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt Düsseldorf einen Heimvorteil genießen. Zabel kommt aus Unna, Politt aus Köln. „Da muss natürlich mal für das Wochenende die Rivalität zwischen Kölnern und Düsseldorfern begraben werden“, so Schmidt weiter.
Während die jungen Fahrer überwiegend Helferdienste verrichten und lernen sollen, sind für die Etappenerfolge die Kapitäne gefragt – Tony Martin und Alexander Kristoff. Der 32-Jahre alte Martin hat die große Chance, sich gleich zu Beginn im Auftaktzeitfahren den Sieg und damit auch das Gelbe Trikot zu holen. Im weiteren Verlauf der Tour kann er auch aus Fluchtgruppen heraus Erfolge einfahren. „Das hat er bereits in der Vergangenheit bewiesen, man denke nur an seinen Parforceritt durch das Elsass bei der Tour 2014“, so Schmidt. Nicht zu vergessen am vorletzten Tag der Tour das 22,5 Kilometer lange Zeitfahren in Marseille – eine weitere Chance auf einen Etappensieg für Martin, der seine 14. Grand Tour bestreitet.
Der Norweger Alexander Kristoff – Sieger von Mailand-San Remo und der Flandern-Rundfahrt – soll an seine Erfolge bei der Tour 2014 anknüpfen, als er zwei Etappen im Sprint gewann. Auf den flachen und mittelschwere Etappen wird das Team daher für den Norweger fahren, und ihn zur Linie bringen. Um Fluchtgruppen einzuholen, hat das Team starke Helfer. Der Portugiese Tiago Machado, mit seinen 31 Jahren sowie acht Grand Tour-Teilnahmen ein Routinier, der als Workhorse auch mal mehrere Stunden von vorne fährt, um Fluchtgruppen einzuholen. Oder der Schweizer Reto Hollenstein, ein tempofester und mannschaftsdienlicher Allrounder. Im Sprintzug für Kristoff kommt neben Politt und Zabel auch Marco Haller zum Einsatz. Der Österreicher, der nach seiner Verletzung zur Tour de Suisse wieder in Top-Form zurückkehrte, ist antrittsstark und ein wichtiger Mann im Lead-out. Komplettiert wird das neun Mann starke Aufgebot durch den Kroaten Robert Kiserlovski. „Er ist unser Mann fürs Schräge – also dann wenn die Straße steil wird, soll er in Fluchtgruppen mitgehen, genauso wie Maurits Lammertink“, so Schmidt.
„So komisch es auch klingen mag, aber wer wie wir ohne einen Gesamtklassementfahrer in die Tour de France geht und so starke Kapitäne wie wir hat, hat 21 Mal die Chance auf einen Etappensieg – zwischen Düsseldorf und Paris“, sagt Schmidt.

Katusha Alpecin bei der Tour de France: Tony Martin (GER), Alexander Kristoff (NOR), Marco Haller (AUT), Reto Hollenstein (SUI), Robert Kiserlovski (CRO), Maurits Lammertink (NED), Tiago Machado (POR), Nils Politt (GER), Rick Zabel (GER).