Trainingslager 2015 in Kaltern am See

Teamfahrer Oliver Koch berichtet

Vom Ackergaul zu Rennpferd

Die Metamorphose im Trainingscamp im wunderschönen Kaltern am See! Aber wie immer,alles schön der Reihe nach!

Nachdem der erste Schock von Bielefeld verdaut war, hatte ich kaum Zeit mich zu erholen, denn gerade mal fünf Tage später, trafen wir uns alle schon wieder zum Trainingscamp in Kaltern am See in Südtirol.
Bestes Wetter,ein tolles Hotel und alle waren gut gelaunt und voller Tatendrang! Das Hotel wurde extra für die Alpecin-Familie eine Woche früher aus dem Winterschlaf erweckt und außer einer kleinen Gruppe Schweizer Triathleten war das Hotel fest in Händen der Bielefelder "Mafia". Komplettiert wurde die Gruppe von einer ganzen Reihe ehemaliger Alpecinis aus den unterschiedlichsten Jahrgängen.

Der Tagesablauf im Straf- ääähh Trainingslager, war streng und straff durchorganisiert! 6.50 aufstehen, 7:00 Morgenappell, anschließend Bauch-Beine-Po mit Tim und Struppi vom Radlabor, gefolgt vom Frühstück und zweitem Appell in Radklamotten vor dem Hotel! Kurze Ansprache des Vorturners (Jörg Ludewig) und ab aufs Arbeitsgerät zum Techniktraining! Bremsen, lenken, stehen, Flaschen vom Boden aufheben(damit sind nicht die Kollegen gemeint ;-)), trinken, essen und das alles auf dem Rad, dass das funktioniert und riiiiichtig viiiiel bringt, hat uns Jörg in den Techniktrainingstunden eindrucksvoll bewiesen!

Da der Fotograf Björn Hänssler erst einen Tag später als geplant anreiste, hatten wir noch eine Galgenfrist und durften den ersten Tag dann auch gleich richtig viel Radfahren. 110 Kilomterund 2000 Höhenmeter hören sich jetzt nicht gerade nach viel an, aber wenn man bedenkt, dass ich mit 600 Jahreskilometern nach Kaltern angereist bin, war das praktisch gefühlt wie Ötzi und Endura Alpentraum an einem Tag!

Apropos Björn Hänssler, Starfotograf und Schwabe (nein, das schließt sich NICHT aus), der die große Ehre hatte, 12 Nachwuchsmodels, eines begabter und schöner als das andere, auf ihren Sportgeräten ins rechte Bild zu rücken, machte uns schnell klar, dass wir nicht zum Radfahren und Trainieren nach Südtirol gekommen waren! Ziel der Reise ins schöne Kaltern war es, alte und verbrauchte Ackergäule so abzulichten, dass sie hinterher als junge Rennpferde in Hochglanzmagazinen zur Schau gestellt werden konnten! Um dieses Ziel zu erreichen, musste jede "Szene" x-fach wiederholt werden und Björn hat einfach ein herausragendes Talent einen mit mitreißenden Parolen zu motivieren ;-))! "Schon gut, aber...", das musste reichen, um uns für Versuch 998 und 999 zu motivieren! Aber gelohnt hat es sich allemal, denn die Fotos sind einfach richtig gut geworden!!! Chapeau Björn!

Aber nicht nur Björn hat es geschafft, uns zu verwandeln.

Durch zahlreiche Vorträge bekamen wir Einblicke in die moderne Trainingslehre (Radlabor), Ernährungsgestaltung, Leistungsmessung und Wartung und Pflege des Arbeitsgerätes (William/Giant).

All diese Dinge und die unzähligen kleinen und großen Tipps von Lude haben uns dem großen Ziel der Verwandlung vom Ackergaul zum "Rennpferd" etwas näher gebracht!

Der erste Schritt ist gemacht, und es folgen hoffentlich noch ganz ganz viele!