Trainingslager in Kaltern am See

Kaltern am See in Südtirol war vom 30. März bis 5. April Gastgeber des Team Alpecin. Die Destination bot optimale Bedingungen für ein Trainingslager, denn hier konnten die 12 Jedermänner bei bereits frühsommerlichen Temperaturen sowohl Grundlage trainieren als auch ihre Kletterkünste zeigen.

Team Alpecin-Jedermann Martin Engelhardt berichtet aus seiner Sicht über die sieben "tollen Tage":

„Am Sonntag ging es für den Großteil der 12 Mitglieder des Team Alpecin nach Kaltern am See in Südtirol! Toi, toi, toi – alle sind gesund und voller Vorfreude angekommen. Es sollten ein paar schöne aber auch harte Tage auf uns warten. Von Weitem konnte man schon die Fahnen und Aufsteller von Alpecin sehen und wir wussten, das ist das Hotel für die nächsten Tage. Alle wurden herzlich im Hotel Haus am Hang empfangen, ein Teil konnte es kaum erwarten und musste schon nach der Ankunft und dem Bezug der Hotelzimmer eine kleine Ausfahrt machen. Das Wetter, ja das Wetter war mehr als gut, die Sonne strahlte und das sollte auch so bleiben!

Nach der Ankunft begannen auch gleich die fleißigen Arbeiten der Crew von Lightweight, Specialized und Sram an unseren Bikes. Die neuen Laufräder wurden montiert, Schaltungen eingestellt und sämtliches Feintuning wurde vorgenommen, damit wir noch mehr das Gefühl bekommen, ein kleiner „Profi“ zu sein!

Die folgenden zwei Tage bestanden darin, Fotos und Filmaufnahmen von uns zu machen. Aber gleich der erste Tag startete schon sehr straff. Wer dachte, dass es eine ruhige Nummer wird, lag definitiv falsch! Anstiege, die manche von uns noch nie mit dem Fahrrad erklommen haben, warteten auf uns. Herzfrequenzwerte, die man noch von seiner Leistungsdiagnostik her kannte, tauchten plötzlich auf dem Radcomputer Rox auf und die Augen wurden immer größer.

Unser Fotograf Björn Hänssler und Kameramann Sven Harguth schickten uns hoch runter und nochmals hoch runter: „Wir brauchen noch eine Einstellung“, bedeutete wieder hoch und so ging es immer weiter. Aber wir waren alle so begeistert von dem Ambiente, der Stimmung und der Betreuung durch unseren Sportlichen Leiter und Ex-Profi Jörg Ludewig sowie Teamcoach Stefan Zelle vom Radlabor, dass keiner sich beschwerte. Scheinbar haben wir uns auch nicht allzu doof angestellt, denn wir waren nach dem zweiten Tag fertig mit den Aufnahmen!

Dann war es soweit, es begannen die ersten Trainingstage! Und zwar vor dem Frühstück mit 30 Minuten Stabilisations- und Core-Workout mit Trainer Stefan Zelle. Manch einer bemerkte schnell, dass er doch ein wenig kraftlos und ungelenk in der Hüfte ist. Aber hey, wir wussten danach gibt es Frühstück, also gaben alle alles und die 30 Minuten vergingen wie im Flug.

Nach dem Frühstück folgte das Fahrtechniktraining mit unserem Fahrrad-Schumi Jörg Ludewig. Wenn ich mich noch recht daran erinnere, hat man damals als Kind immer mal sein Fahrrad hin und her geschwungen. Ist auf Gegenstände zugefahren und kurz davor ausgewichen oder hat sich in die Kurven gelegt und hat nur drauf gewartet, dass man jeden Moment abschmiert. Alles das konnte man jetzt anwenden und viele von uns haben nicht schlecht gestaunt, was man alles mit dem eigenen Renner machen kann. Der eine oder andere musste leider auf die schmerzliche Art und Weise erfahren, was es bedeutet, mal schnell einen Gegenstand zu überspringen anstatt durchzufahren.

Gegen halb elf Uhr bekamen wir Besuch von Werner und Thomas Weiss. Beide sind hier zuhause und wer anderes als die beiden konnte uns besser durch die ganzen Apfelplantagen und über die Berge schicken! Es gab zwei Leistungsgruppen und damit sind alle auf ihre Kosten gekommen. Manch ein Flachlandtiroler hat Zahlen in seinem Sigma Rox gesehen, das einem kurz schlecht wurde, aber es war dennoch geil zu sehen wie viel Spaß es doch macht, 1 1/2 Stunden einen Berg hoch zu fahren. Ein Gedanke hat uns stark gemacht: Da wo es hoch geht, muss es auch irgendwann mal wieder runter gehen! Bei allem Schweiß und allen Stunden, die wir im Sattel saßen, waren es geniale Ausfahrten: die Landschaft, das Wetter – alles Momente die man nie mehr vergessen möchte.

Nachdem wir wieder im Hotel angekommen waren, hieß es Pasta, Pasta, Pasta – das perfekte Essen nach einer so langen Tour! Da war es dann auch egal, dass 3 Stunden danach schon wieder das 5-Gänge-Menü auf uns wartete. Denn schließlich haben wir auch alles abgeradelt, was man so über den Tag aufgenommen hat, da darf man sich das leisten.

Gut gestärkt und ein wenig müde haben wir uns doch alle auf die bevorstehenden Workshops gefreut. Phillip Schwedthelm hat uns viele Informationen über unseren Ausstatter Assos erzählt, Gregor Rüschoff und Oli Kiesel von Lightweight haben uns gezeigt, wie easy es doch geht den Reifen auf einen Carbonlaufrad aufzukleben; und es wurde uns wieder klar, mit was für Top-Material wir unterwegs sein dürfen. Claudia von den Allstars aus dem Team des Jahres 2013 hat uns noch das kleine, aber feine Compex-Gerät erklärt. Ich denke mal. nach diesem Vortrag hat auch der letzte das Gerät ausgepackt und seinen Körper damit verwöhnt!

Es waren tolle 6 Tage, mit vielen neuen Gesichtern, tollen Gesprächen und super Ausfahrten. Das Team ist mehr und mehr zusammengewachsen und alle freuen sich auf den nächsten Event, wenn wir uns alle wiedersehen und zusammen die Berge rocken.“